CSV Excel CSV
Blog

Datenschutz und Transparenz im E-Mail Marketing

image


E-Mail Marketing ist die online Variante des klassischen Mailings und somit ein wichtiger Teil der Online Marketing-Strategie. Ob Onlineshop, Unternehmenswebsite oder spezifische Landingpages, die Anforderungen an das Layout und die Inhalte eines Newsletters können sehr unterschiedlich sein. Trotzdem gibt es grundlegende Voraussetzungen, die vor, während und nach dem Versand erfüllt werden sollten. Die deutsche Rechtsprechung gibt dabei die Richtung vor – Datenschutz und Transparenz für den User sind aber mindestens genauso wichtig wie die Einhaltung rechtlicher Vorschriften.

Datenschutz im Newsletter

In Zeiten von Abhör-Affären und Datensammelwut verschiedener Institutionen ist der Schutz der eigenen Daten sehr wichtig geworden. Verbraucher informieren sich und achten auf die bekannten Datenschutzsymbole wie das kleine Schloss-Symbol im Browser, welches die SSL-Verschlüsselung anzeigt. Doch nicht nur im Checkout-Prozess des Onlineshops oder beim Login in ihre bevorzugten sozialen Netzwerke achten die Internet-User besonders auf den Schutz ihrer Daten – auch das Anmelden zu einem Newsletter ist ein Schritt, welcher kritisch hinterfragt wird.  

Wir gehen in diesem Artikel auf Datenschutz und Transparenz gegenüber den eigenen Empfängern ein - nicht explizit auf die rechtlichen Voraussetzungen für den Newsletter-Versand. Am Ende des Artikels finden Sie Links zu weiterführenden Inhalten zum Thema Datenschutz & Recht im E-Mail Marketing sowie Artikel zu aktuellen Urteilen.

Im Anmeldeprozess: Das Double-Opt-In als Vertrauensfaktor

Das Double Opt-In-Verfahren mag umstritten sein – aufgrund mangelnder solider und umsetzbarer Alternativen ist es aber derzeit unumgänglich. Das Verfahren hat sich bei Internet-Nutzern durchgesetzt und ist deshalb zum Vertrauensfaktor im Anmeldeprozess eines Newsletters geworden.

Von einem Opt-In im Newsletter Marketing spricht man, wenn ein Kunde eine Einwilligungserklärung durch eine Handlung (z.B. Häkchen setzen oder das Klicken eines Buttons) erteilt. Somit kommt das Abonnement eines Newsletters in diesem Fall erst nach einer aktiven Zustimmungshandlung des Users zustande. Auf Webseiten und in Onlineshops hat sich dafür ein Feld durchgesetzt, in welchem der User ein Kreuz oder ein Häkchen setzen muss um den Newsletter zu abonnieren. Bekommt der „Anmelder“ nach der Eingabe der E-Mail-Adresse und seiner Zustimmungshandlung eine E-Mail mit einem Link zur Verifizierung seiner Daten und seiner Zustimmungshandlung spricht man von einem Double-Opt-In-Verfahren. Klickt er diesen Link, wird er in den Verteiler aufgenommen. Wird der Link nicht geklickt, wird der User nicht in den Verteiler aufgenommen. Dieses Verfahren dient auf der einen Seite dem Schutz des Users vor unerwünschter Werbung und auf der anderen Seite der Vermeidung von fehlerhaften User-Daten und „Karteileichen“.

Im Gegensatz zum Opt-In wird beim Opt-Out übrigens vorausgesetzt, dass der User selbst aktiv wird und von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch macht sofern er den Newsletter nicht erhalten möchte.

Unabhängig von der rechtlichen Situation ist das Double Opt-In-Verfahren als Standard in der Adress-Gewinnung den Internet-Nutzern bekannt und somit ein Vertrauensmerkmal im Anmeldeprozess zu einem Newsletter. Andere Verfahren bringen die erhöhte Gefahr mit sich, potentielle Anmelder abzuschrecken.

Übrigens: Die Anmeldeformulare von rapidmail sind alle auf das Double-Opt-In-Verfahren hin optimiert und können bedenkenlos genutzt werden.

Das Impressum im Newsletter

Ein Impressum ist in Deutschland Pflicht: Ob auf der eigenen Website, der Unternehmenspräsenz in sozialen Netzwerken oder im Newsletter – ein Impressum sollte eigentlich obligatorisch sein. Dabei ist zu beachten, dass die im Impressum enthaltenen Daten leicht erkennbar sein müssen, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar gehalten werden müssen. Im Impressum enthalten sein müssen der Name, bzw. die Firma (bei juristischen Personen Rechtsform und Vertretungsberechtigte), Telefon- und Faxnummer sowie E-Mail-Adresse zur Möglichkeit der unverzüglichen Kontaktaufnahme. Außerdem müssen Angaben zur Eintragung in ein Register (z.B. Handels- oder Vereinsregister) inkl. Registernummer sowie USt-Identifikationsnummer oder Wirtschaftsidentifikationsnummer enthalten sein. Für speziell reglementierte Branchen sind weitere Angaben notwendig.

Auch hier: Unabhängig von der Rechtsprechung dient das Impressum dem Empfänger des Newsletters als Identifikationsmerkmal. Befindet sich das Impressum im Footer des Newsletters kann dieser durch Scrollen schnell die wichtigsten Informationen zum Unternehmen in Erfahrung bringen. Da Spam-, Phishing-Emails und andere Arten von kriminellen E-Mails und Newslettern das Misstrauen der Empfänger wecken, sind solche Trust-Symbole wie das Impressum in einem seriösen Newsletter zum Standard geworden und sollten deshalb immer vorhanden sein.

Der Abmeldelink

Dass ein Abmeldelink zwingend vorhanden sein muss, ist nicht nur aus rechtlichen Gründen zu sehen: Viele Empfänger fühlen sich von übermäßigem Werbeaufkommen im eigenen Postfach gestört und machen sich deshalb auf die Suche nach einem Abmelde-Button im Newsletter. Ein fehlender Abmeldelink kann mit einem Klick auf den Spam-Button bestraft werden, davon abgesehen dass Konsequenzen drohen.

Übrigens: rapidmail baut den Abmeldelink automatisch für Sie in Ihren Newsletter ein. Sie brauchen nichts weiter zu tun als die Inhalte und das Design Ihres Mailings anzupassen, der Abmeldelink befindet sich automatisch am Ende Ihres Newsletters.

Weiterführende Informationen zum Thema E-Mail Marketing und Recht

Hände weg von gekauften Adressen

“Ankäufer von E-Mail-Adressdaten haften selbst für gekaufte Adresslisten, urteilte das OLG Düsseldorf am 24.11.2009 (Az. I-20 U 137/09). Das Gericht hat entschieden, dass sich der Ankäufer von E-Mail-Adressdaten nicht mit einer allgemein gehaltenen Zusicherung des Veräußerers zur Geeignetheit des Adressmaterials zur E-Mail-Werbung begnügen.”

Gericht erlaubt Werbung ohne Double-Opt-In (internetworld.de)

Anfang März hat das Landgericht Stuttgart in einem sehr speziellen Fall die Zusendung von Newslettern ohne vorherige Einverständniserklärung für zulässig erklärt. Ein Empfänger erhielt einen Autoresponder, welcher Werbung enthielt und klagte dagegen.

Newsletter und Datenschutz: E-Mail Werbung rechtssicher gestalten (datenschutzbeauftragter-info.de)

Sind Newsletter an Bestandskunden erlaubt? Wo liegt der datenschutzrechtliche Unterschied zwischen Opt-In und Opt-Out-Verfahren? Diese und weitere Fragen werden im folgenden Artikel beantwortet.

Impressum und Pflichtangaben im Newsletter (sitepackage.de)

Welche Daten muss ein Impressum im Newsletter enthalten? Reicht ein Link zum Impressum auf der Website?



Alle Blogeinträge
%

Jetzt bis zum 31.12.2018 anmelden
und einmaligen Gratisversand an bis zu 2.000 Empfänger sichern.

Kostenlos anmelden