Mit Webfonts Newsletter noch schöner gestalten

Lea
·
07. Januar 2022
Webfonts in E-Mails

Zu einem überzeugenden Newsletter, der Ihre Leserinnen und Leser begeistert, gehört ganz klar die Gestaltung. Was macht aber ein gelungenes Design aus? Neben dem Layout und dem Text-Bild-Verhältnis spielen auch die Schriftarten, die Sie in Ihren E-Mails einsetzen, eine große Rolle. Elegant, seriös oder kreativ –  mit verschiedenen Schriftarten können Sie sehr gut den Charakter des Newsletters bzw. Ihrer Marke widerspiegeln. Mit unseren 40 neuen Webfonts, die im rapidmail Mailing-Editor auf Sie warten, können Sie Ihren E-Mails ab sofort eine ganz persönliche Note verleihen!



1. Definition: Was sind eigentlich Webfonts?

Webfonts (Web = Internet, Font = Schrift) sind digitale Schriftarten, die z. B. online auf Websites oder in E-Mails eingesetzt werden.

Im Kontext des E-Mail-Marketings handelt es sich bei Webfonts nicht um die „Nullachtfünfzehn”-Schriftarten, sondern um solche, die nicht standardmäßig auf den Geräten der Newsletter-Empfänger installiert sind. Sie werden aber trotzdem in E-Mails, ähnlich wie Bilder, nachgeladen und dann dargestellt. Das heißt: Webfonts sind digitale Schriftarten, die in der Regel auch ohne Installation auf den Empfangsgeräten angezeigt werden.

Unterscheidung zu Standard-Schriftarten

Es gibt nur wenige Schriften, die in E-Mails und auf Websites uneingeschränkt genutzt werden können. Das sind sogenannte „Email-safe-Fonts” oder „Websafe-Fonts”. Diese Schriften sind auf den meisten Geräten vorinstalliert und können z. B. in allen geläufigen E-Mail-Programmen ohne Einschränkungen angezeigt werden. Mit den Standard-Schriften (z. B. Times New Roman oder Arial) sind Sie also immer auf der ganz sicheren Seite. Die Schriftart Ihres Newsletters wird allen Empfänger:innen in diesem Fall wie gewünscht angezeigt.

Allerdings gehören zu einem Designkonzept für eine Firma oder für Selbstständige z. B. neben dem Firmenlogo oder der farblichen Gestaltung der Website und des Newsletters auch bestimmte Schriftarten, die in allen Kommunikationsmitteln verwendet werden. Diese spiegeln im Idealfall den Unternehmenscharakter wider und schaffen bei  Leser:innen und Interessent:innen einen Wiedererkennungswert. Durch die Nutzung von Webfonts haben Sie die Möglichkeit, Ihre Schriftart aus der sonstigen Unternehmenskommunikation auch im E-Mail-Marketing zu nutzen. 

🧐 Schon gewusst?

Im Mailing-Editor von rapidmail finden Sie ca. 40 verschiedene Webfonts, mit denen Sie in Ihren E-Mails nun noch kreativer werden können. Wenn Sie einen Newsletter erstellen, finden Sie die Webfonts direkt unter den Standardschriftarten:

Auswahl von Webfonts im Mailing-Editor

Google Fonts und Datenschutz

Zumeist werden Webfonts von externen Anbietern bezogen. rapidmail nutzt Google Fonts: Das hat den Vorteil, dass Google als großer, etablierter Anbieter einen zuverlässigen Service anbietet, bei dem etwaige Ausfälle bzw. Systemfehler sehr selten sind. Das ist wichtig, weil Webfonts eben nicht vorinstalliert sind. Sollte der Server, auf dem sie gespeichert sind, also nicht zu erreichen sein, können die Schriftarten für diesen Zeitraum nicht geladen bzw. angezeigt werden. Weil hier aber die sogenannten Fallback-Schriften, also Ersatzschriften, automatisch zum Einsatz kommen, können Sie unbesorgt sein: Ihr Newsletter-Text wird auf jeden Fall angezeigt werden, bei Server-Problemen bloß in einer Ersatzschrift. Aber dazu später mehr.

Auch der Datenschutz spielt beim Einsatz von Webfonts eine wichtige Rolle und sollte nicht außer Acht gelassen werden. Beim nachträglichen Laden der E-Mail-Schriften muss eine Verbindung zum externen Google-Server hergestellt werden. Um rechtlich abgesichert zu sein, müssen Sie als Versender:innen darauf in Ihrer Datenschutzerklärung hinweisen. In unserem Hilfebereich finden Sie einen Mustertext für Ihre DSGVO-konforme Datenschutzerklärung mit Hinweis auf die Nutzung von Google Fonts.


2. Good to know: Wissen und Tipps für gelungene Webfont-Darstellungen in E-Mails

Wir wissen jetzt, dass Webfonts meistens nicht auf den Empfangsgeräten Ihrer Abonnent:innen vorinstalliert sind, sondern im Fall von rapidmail online von Google Fonts bezogen werden.

Allerdings gibt es hier ein Problem: Nicht jedes E-Mail-Programm kann Webfonts anzeigen. Auf Apple-Endgeräten gibt es z. B. kaum Probleme mit der Darstellung, während viele Outlook-Versionen zum heutigen Stand keine Webfonts darstellen können. 

Aber das ist kein Grund zur Sorge. Für jede der angebotenen Schriftarten wurden von unseren Expert:innen mehrere, passende Ersatz-Schriftarten definiert. Das sind sogenannte „Fallback-Schriftarten”: Diese kommen automatisch zum Einsatz, wenn es zu Darstellungsproblemen bei den Empfänger:innen kommt und Ihr ursprünglich ausgewählter Webfont nicht angezeigt werden kann.

Darstellung von Webfonts - normal und Fallback-Schriftarten
In der linken Abbildung (Webansicht des Newsletters)  werden alle verwendeten Webfonts wie geplant dargestellt. In der rechten Abbildung (Gmail Desktop App) wird automatisch auf Fallback-Schriftarten zurückgegriffen.

Diese Fallback-Schriften sind so definiert, dass sie dem von Ihnen ausgewählten Webfont möglichst ähnlich sind. So können Sie sicher sein, dass der Newsletter bei den Leser:innen, deren Programm keine Webfonts darstellt, möglichst dem ähnelt, was Sie bei der Newsletter-Erstellung ursprünglich eingestellt haben.

Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Funktionsweise von Fallback-Schriftarten bei Webfonts

…und wenn alle 3 Schriften nicht angezeigt werden, wird im Zweifelsfall auf eine Standard-Serifenschrift zurückgegriffen. So oder so muss Ihr mühevoll erstellter Newsletter nicht auf eine schöne Schriftart verzichten! Sie brauchen also keine Bedenken zu haben, dass der Newsletter-Text bei der Nutzung von Webfonts gar nicht angezeigt wird.

Exkurs: Die Wirkung von Schriftarten

Von traditionell bis modern, von verspielt bis geradlinig: Schriftarten gibt es „en masse”. Deswegen empfehlen wir Ihnen, sich beim Gestalten Ihres Newsletters Gedanken sowohl zu Ihrem Unternehmen bzw. Ihrer Marke als auch zu Ihrer Zielgruppe zu machen.

Schriftarten haben nämlich durchaus die Macht, Emotionen bei den Leserinnen und Lesern auszulösen. Sie führen zu gewissen Assoziationen, die die Leser:innen zukünftig mit Ihrem Unternehmen verbinden werden. Außerdem schaffen Sie unterbewusst einen Wiedererkennungswert: Ihre Newsletter-Abonnent:innen, die beim Öffnen Ihrer E-Mails regelmäßig z. B. auf einen Titel in einem bestimmten Webfont stoßen, bringen diese Schriftart auch in anderen Kontexten mit Ihrer Marke in Verbindung.

Im Folgenden finden Sie einen kleinen Überblick, der Ihnen bei der Wahl des richtigen Webfonts für Ihren Newsletter hilft:

Serifen-SchriftenSans-Serif-SchriftenHandschriftenSchreibschriften
Beispiel-Schriftarten

Times New Roman

Georgia

Merriweather

Arial

Verdana

Roboto

Allison

Style Script

Lobster

Pacifico

Verwendungvor allem lange Textpassagenvor allem kurze TextpassagenÜberschriften, Absender-Unterschrift, kurze ZitateÜberschriften, Absender-Unterschrift, kurze Zitate
Wirkung auf Leser:innen seriös, traditionell, intellektuell – erinnert an Zeitungen modern, jung, technisch – ohne „Geschnörkel“ persönlich, individuell – selbstgeschriebener Charakterfeierlich, elegant – selbstgeschriebener Charakter

💡 Unser Tipp:

Verwenden Sie nicht mehr als 2 verschiedene Schriftarten in Ihrem Newsletter. Wenn zu viele Schriftarten benutzt werden, kann das auf Ihre Leser:innen komplex und anstrengend wirken. Verwenden Sie beispielsweise eine besondere Schriftart für die Überschrift und eine „einfache” Schriftart für längere Textblöcke. Es kann aber auch ausreichen, nur eine Schriftart zu verwenden, die Sie durch Kursivschreibung oder verschiedene Größen unterschiedlich zum Einsatz bringen können.

Negativbeispiel für die Verwendung von Webfonts in E-Mails
So lieber nicht: In diesem Newsletter ist eindeutig zu viel los. Leser:innen dieser E-Mail werden schnell überfordert sein und den Newsletter unter Umständen nicht fertig lesen, weil das Entziffern zu mühsam ist. (Beispiel-Newsletter erstellt von rapidmail)

So gelingt der Einsatz von Webfonts in E-Mails

  1. Schriftarten nicht nach Lust und Laune einsetzen:
    Achten Sie auf Ihre Zielgruppe und die Inhalte, die Sie vermitteln möchten. Schriftarten, die der Handschrift ähneln, eignen sich eher zum Hervorheben von Überschriften. Sie haben einen verspielten Charakter. Für seriösere Inhalte eignen sich schnörkellose, ‘cleane’ Schriftarten besser.
  2. Richtlinien zum Unternehmensdesign beachten:
    Wählen Sie Ihre Newsletter-Schriftarten passend zu den Schriftarten auf Ihrer Website. Wie auch bei der farblichen Gestaltung Ihres Newsletters sollten die Schriftarten, die Sie verwenden, zu Ihrem Unternehmen passen. Ihre Leser:innen sollten einen Wiedererkennungswert sehen, der sie an Ihr Unternehmen erinnert.
  3. E-Mails durch Webfonts nicht verunstalten:
    Achten Sie auf die Lesbarkeit Ihres Newsletters. Für die optimale Lesbarkeit spielt die richtige Schriftart eine entscheidende Rolle. Lange Textpassagen sollten in einer schnörkellosen Schrift geschrieben sein, damit sie möglichst angenehm zu lesen sind. Durch kleine, verspielte Akzente können Sie wiederum die emotionale Wirkung des Newsletters beeinflussen. So gewinnt Ihr Newsletter an Aussagekraft und kann schnell zum Hingucker werden.
  4. Konstante Gestaltung des Newsletters:
    Finden Sie die Schriftarten, die am besten zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passen, und bleiben Sie bei diesen. Es kann verwirrend für Ihre Leser:innen sein, wenn Sie wöchentlich mit einer neuen Newsletter-Gestaltung und neuen Schriften konfrontiert werden.

3. Beispiele: Webfonts mit rapidmail wirkungsvoll in Newslettern einsetzen

Genug zum theoretischen Know-How zu Webfonts und der Wirkung von Schrift: Nun geht’s ans Eingemachte. Wie bringen Sie Ihre Newsletter durch den cleveren Einsatz von Webfonts zum Strahlen?

Wir zeigen es Ihnen anhand von ein paar Beispielen:

🎨 Weniger ist mehr

Beispiel für die Nutzung von Webfonts im E-Mail-Titel
Die Reiseagentur Around The Globe vermittelt inspirierende Fakten und stellt Reiseziele aus der ganzen Welt vor. Mit akzentuierten Überschriften werden einige Highlights gesetzt und dem Newsletter wird eine Struktur gegeben. Trotzdem sind alle Textabschnitte aufgrund eines schlichten Webfonts problemlos lesbar. (Beispiel-Newsletter erstellt von rapidmail)

🎨 Webfont meets Sprachstil

E-Mail-Beispiel Nutzung von Webfonts - Yogastudio
Der Newsletter von Yoga With Lucille zeichnet sich durch einen sehr nahbaren und persönlichen Sprachstil aus, der durch die verwendeten Webfonts untermalt wird: Durch Überschriften und eine Signatur, die an eine Handschrift erinnern, fühlen sich die Leser:innen umso mehr direkt angesprochen und berührt. (Beispiel-Newsletter erstellt von rapidmail)

🎨 Ohne Webfonts vs. mit Webfonts

Newsletter-Makeover: Links sehen Sie den Newslettertext in einer Standardschriftart. Rechts wurden zwei verschiedene Webfonts eingesetzt, um Überschriften hervorzuheben und dem Newsletter einen verspielteren Charakter zu verleihen. (Beispiel-Newsletter erstellt von rapidmail)

4. Achtung: Was kann bei Webfonts schiefgehen?

Der Einsatz von Webfonts in Newslettern ist macht nicht nur Spaß und verleiht Ihren E-Mails eine persönliche Note – er ist auch unbedenklich. Wenn Schriftarten nicht dargestellt werden können, werden automatische Alternativ-Schriften angezeigt. Ihre Newsletter-Texte sind also in jedem Fall zu lesen – je nach Webfont fällt es Ihren Empfänger:innen wahrscheinlich gar nicht auf, wenn das E-Mail-Programm auf eine Fallback-Schriftart zurückgreift. Aufgrund der gestalterischen Möglichkeiten, die sich für Sie als Newsletter-Versender:innen auftun, empfehlen wir Ihnen die Nutzung der Webfonts auf jeden Fall. Probieren Sie es einfach aus!

Trotzdem möchten wir einige Punkte nochmal zusammenfassen, die Sie bei der Nutzung von Webfonts in E-Mails im Hinterkopf haben sollten:

  • Nicht alle E-Mail-Clients unterstützen Webfonts.
    Um die Darstellung Ihres Newsletters in verschiedenen E-Mail-Clients vor Versand zu testen, können Sie z. B. einen Darstellungstest machen, um zu sehen, ob Sie im Zweifelsfall auch mit den Fallback-Schriften zufrieden sind.
  • Die Darstellung der Webfonts ist abhängig von den übergeordneten Servern.
    rapidmail bezieht seine Webfonts von Google. Das heißt, wenn die Server von Google nicht mitmachen, werden die Webfonts im Newsletter nicht geladen. Hier greifen aber ebenfalls die Fallback-Schriften. Denken Sie an die Erweiterung Ihrer Datenschutzerklärung, in der Sie darauf hinweisen. Hier geht’s zum Mustertext für Ihre Datenschutzerklärung.
  • Webfonts sind in der Regel nicht vorinstalliert sondern werden nachgeladen.
    Das heißt, dass sich die Downloadmenge und somit die Ladezeit Ihrer E-Mail erhöhen. Mit funktionierendem Internet macht das aber nur einen Bruchteil der Ladezeit aus und ist daher kein Grund zur Sorge.
  • Einige Outlook-Versionen können keine Webfonts anzeigen.
    Hier kommen ebenfalls die Fallback-Schriften zum Einsatz. Falls es auch hier Probleme geben sollte, nutzt Outlook standardmäßig Times New Roman.

Aber legen Sie doch erstmal los! Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit den neuen gestalterischen Möglichkeiten, die sich durch die Webfonts für Ihre Newsletter ergeben.