Die ideale Newsletter-Frequenz: Wie oft sollten Sie versenden?

Lena
·
27. Januar 2022
Newsletter Versandfrequenz

Den Newsletter ein Mal pro Monat verschicken oder doch besser täglich – bei der Frage, wie oft der eigene Newsletter versendet werden soll, sind sich viele Unternehmen unsicher. Da die Newsletter-Frequenz einen entscheidenden Einfluss auf die Öffnungs-, Klick- und Conversionrate Ihrer Marketing-E-Mails haben kann, lohnt es sich tatsächlich, sich genauer mit der Frage auseinanderzusetzen: Wie häufig sollten Newsletter versendet werden, um den gewünschten Erfolg zu erzielen?



1. Warum die Häufigkeit beim Newsletterversand so wichtig ist

Wie oft  im Leben ist auch beim Newsletterversand die Kontinuität extrem wichtig. Zum einen, weil Sie als Versender:in mit einem klar strukturierten Versandplan besser arbeiten und Ihre Newsletter gezielt vorbereiten können. Zum anderen hat die Versandfrequenz einen Einfluss auf die Sicht Ihrer (potenziellen) Kund:innen auf Ihr Unternehmen:

  • Der Expertenstatus: Je häufiger Sie per Newsletter über Ihren Themenbereich berichten und die verschiedenen Facetten so gut es geht abbilden, desto mehr bekommen Ihre Leser:innen den Eindruck, einen wirklichen Profi auf dem Gebiet gefunden zu haben. Sind Sie zum Beispiel in der Bauindustrie tätig, so können Sie nicht nur Ihre Produkte oder Dienstleistungen im Newsletter bewerben, sondern spannendes Branchenwissen mit Ihren Leser:innen teilen wie z. B.: Welches Material kommt wann zum Einsatz? Auf welche baulichen Gegebenheiten sollte man beim Hauskauf achten? Je häufiger Sie solches Branchenwissen mit Ihren Newsletter-Abonnenten:innen teilen, desto schneller erlangt Ihre Marke den gewünschten Expertenstatus.
  • Authentizität: Kündigen Sie bereits im Newsletter-Anmeldeformular an, wie häufig Ihre Abonnent:innen den Newsletter erhalten werden. Haben Sie sich einmal auf eine Newsletter-Versandfrequenz festgelegt, sollten Sie dabei bleiben. Wenn sich diese ändert und Sie z. B. ab sofort häufiger versenden wollen, empfehlen wir Ihnen, Ihre Leser:innen darüber zu informieren. Transparenz schafft Vertrauen und Authentizität.
  • Ihre Verkaufsabsicht: Wenn Sie gerade am Anfang zu häufig Newsletter versenden, in denen Sie etwas verkaufen wollen, kann schnell ein negativer Eindruck von Spam bei den Leser:innen entstehen. Starten Sie daher mit einem punktuellen Versand, finden Sie eine gute Balance zwischen Werbe- und Informationsnewslettern und tasten Sie sich lieber mit Vorsicht an eine hohe Versandhäufigkeit ran.

2. Die Newsletter-Frequenzen im Überblick

Doch wie sieht die optimale Newsletter-Versandfrequenz denn nun eigentlich aus? Werfen wir einen genaueren Blick auf die verschiedenen Möglichkeiten:

Versandfrequenz Vorteil Nachteil Mögliche Folgen
Täglich – Durch die starke Präsenz bleibt Ihre Marke Ihren Abonnent:innen im Gedächtnis

– Versender:innen mit einer hohen Anzahl an wichtigen Meldungen wie Zeitungen, Blogger oder Börsendienstleister können ihre Zielgruppe tagesaktuell auf dem Laufenden halten
 – Bei sich wiederkehrenden Inhalten und sich wiederholenden Kaufaufforderungen kann ein täglicher Versand für die Empfänger:innen lästig werden positiv: Kontakte werden tagesaktuell informiert, Expertenstatus Ihres Unternehmens steigt

negativ: Gefahr steigt, dass ich Abonnent:innen vermehrt abmelden

Wöchentlich   – Lässt Ihnen als Versender:in genügend Zeit, hochwertige und gehaltvolle Newsletter-Inhalte vorzubereiten

– Sorgt beim Versand am gleichbleibenden Wochentag dafür, dass Ihre Kontakte den Newsletter bereits erwarten

– Eignet sich gut, um viele Inhalte in Form eines Wochenüberblicks zu teilen
– In Wochen, in denen es nichts Nennenswertes oder Neues zu berichten gibt, müssen alternative Inhalte gefunden werdenpositiv: Bei hochwertigem Content wirkt ein wöchentlicher Newsletter auf die Mehrheit nicht störend

negativ: Fehlt es an interessanten Inhalten für den wöchentlichen Newsletter, können Leser:innen schnell das Interesse verlieren und sich abmelden
Alle 14 Tage – Ausreichend Zeit, neue und abwechslungsreiche Inhalte zu schaffen

– Der gute Kompromiss: regelmäßiger Versand, angemessener Aufwand

– Kann bei fehlenden Inhalten einfach um eine Woche nach hinten geschoben werden
– Durch den höheren Versandabstand dauert es länger, bis ein Expertenstatus erreicht wird

– Verkaufschancen bleiben ggf. ungenutzt, wenn beim Kaufwunsch kein passender Newsletter im Postfach wartet
positiv: Sie wirken vertrauenswürdig und glaubwürdig -Empfänger:innen kennen Ihr Unternehmen und wissen, wofür Sie stehen.

negativ: Während der zweiwöchigen Pause ohne Newsletter besteht die Gefahr, dass sich Kund:innen beim Kaufswunsch bei den Mitbewerbern umschauen
Monatlich – Weniger Aufwand, das Wichtigste kann zusammengefasst werden. 

– Unnötige Newsletter ohne relevanten Content bleiben aus

– Versandzeitpunkt kann gut an den Alltag der Leser:innen angepasst werden (z. B. Produktnewsletter nach Gehaltszahlung am Monatsanfang, zusammenfassende Informationsübersicht am Monatsende usw.)
– Die vierwöchige Versandpause bietet Mitbewerbern die Gelegenheit, ihre Marke in den Fokus zu rückenpositiv: Erhöhte Conversionchance durch gezielte Versandzeitpunkte und Leser:innen erhalten einen guten Überblick, ohne durch zu häufige Newsletter gestört zu werden

negativ: 
– Beim monatlichen Versand steigt die Gefahr, dass die Marke zwischenzeitlich in Vergessenheit gerät
Quartalsweise – Sie haben genügend Zeit, hochwertige und unterhaltsame Inhalte in beliebten Formaten (z. B. E-Books) vorzubereiten – Kund:innen hören zu wenig von Ihrem Unternehmen, Ihre Marke gerät in Vergessenheitpositiv: Leser:innen profitieren von ausgefeilten und innovativen Content-Formaten

negativ: Mails werden häufiger ignoriert oder Leser:innen melden sich ab, da sie ggf. längst vergessen haben, dass sie sich selbst zum Newsletter angemeldet haben
Variabel– Ein Mailing wird nur dann versendet, wenn es wirklich etwas Wichtiges oder Relevantes zu berichten gibt

– Ihre Leser:innen merken, dass Ihre E-Mails nicht ohne Grund versendet werden
– benötigt eine gut strukturierte Vorausplanung

– Leser:innen können sich nicht an einen regelmäßigen Newsletter-Rhythmus gewöhnen
positiv: Da Newsletter nur versendet werden, wenn es etwas Wichtiges oder Spannendes zu berichten gibt, steigt das Engangement der Leser:innen.

negativ: Abonnent:innen können sich nicht an einen regelmäßigen Newsletter gewöhnen und können ihn nicht in ihren Alltag integrieren (z. B. jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit, jeden Sonntag beim Frühstück usw.)

💡 rapidtipp:

Wenn Sie aktuell nicht über ausreichende Inhalte verfügen und daher Ihren Newsletter nur selten und punktuell  versenden, sollten Sie Kapazitäten für alternative Newsletter-Inhalte schaffen. Ein Newsletter muss nicht immer nur über neue Angebote und Aktionen berichten – auch mit internen Neuigkeiten, Gewinnspielen oder Geburtstags-E-Mails  bieten Sie einen Mehrwert für Ihre Leser:innen. Eine automatische Willkommensmail-Reihe direkt nach einer neuen Newsletter-Anmeldung baut zu Beginn die Bindung zu Ihrer Marke auf, ohne dass dies zusätzlichen Aufwand für Sie bedeutet.

Zur richtigen Uhrzeit versenden

Doch nicht nur die Versandfrequenz spielt eine Rolle – auch der Versandzeitpunkt, zu dem Sie Ihren Newsletter versenden, kann einen Einfluss auf z. B. die Öffnungsrate haben. So unterscheidet man im E-Mail-Marketing unter anderem je nach Branche, welche Uhrzeit sinnvoller bzw. Vorteilhafter wäre:

  • In der Business-to-Consumer Branche (B2C) empfiehlt es sich, Newsletter eher abends zu versenden. Tagsüber sind die Abonnent:innen meist mit der Arbeit oder anderen Verpflichtungen beschäftigt und schauen tendenziell weniger in ihr privates E-Mail-Postfach. Nach Feierabend nehmen sich Angestellte eher Zeit dafür, Ihre Newsletter zu lesen. 
  • Im Business-to-Business-Bereich (B2B) ist es genau umgekehrt. Die Abonnent:innen lesen Newsletter, die für ihre Arbeit relevant sind, während des Arbeitstags. Der optimale Zeitpunkt ist deshalb zwischen Montag und Freitag, vormittags oder zum frühen Nachmittag hin. 

💡 rapidtipp:

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher Zeitpunkt sich in Ihrem Fall am besten eignet, empfiehlt es sich, einen A/B-Test zu machen und zu schauen, welcher Versandzeitpunkt bei Ihren Abonnent:innen zu mehr Öffnungen und Klicks geführt hat. In unserem Blogartikel zeigen wir Ihnen weitere  Wege, Ihren idealen Newsletter-Versandzeitpunkt herauszufinden!


3. Häufigkeit der Newsletter nach Branche: Wie oft versenden die anderen?

Wie bereits erwähnt, kann die Versandfrequenz des Newsletters auch von der jeweiligen Branche abhängen. So sollten z. B. Zeitungen, Nachrichtendienste oder auch Banken tendenziell täglich einen Newsletter versenden. In diesen Branchen geht es um das tagesaktuelle Geschehen und Situationen, die sich schnell verändern können. Umso wichtiger ist ein täglicher oder sehr regelmäßiger Newsletter, der die Leser:innen auf dem Laufenden hält und informiert. Natürlich muss auch in diesem Fall die Relevanz der Newsletter-Inhalte beachtet werden.

Auch für Jobbörsen bietet es sich an, häufiger in der Woche einen Newsletter mit neuen Jobangeboten zu versenden, ohne Gefahr zu laufen, Abonnent:innen könnten sich von Ihrem Newsletter abmelden. Schließlich kann man nie genug Stellenangebote bekommen, wenn man aktiv auf der Suche ist.

Für Newsletter an Endkonsument:innen, z. B. im E-Commerce-Bereich mit aktuellen Produktangeboten oder Rabattaktionen, eignet sich ein wöchentlicher Versandrhythmus gut als Kompromiss zwischen „keine Umsatzchancen verpassen” und „keine Kund:innen durch zu häufigen E-Mail-Kontakt verlieren”.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Branchen, für die selbst ein wöchentlicher oder 14-tägiger Newsletter „zu viel des Guten” wäre. Stellen Sie sich beispielsweise eine öffentliche Einrichtung vor, die nicht unbedingt eine Marketingabteilung hat, um wöchentlich Newsletter vorzubereiten. Hier sollten Versender:innen eher zur variablen Newsletter-Frequenz greifen.

💡 rapidtipps:

Werten Sie regelmäßig die Newsletter-Kennzahlen in den Statistiken aus und ermitteln Sie daraus ein gutes Mittelmaß. Die Öffnungen oder Klicks innerhalb Ihres Newsletters sind nur zwei von vielen Kennzahlen, die Ihnen bei der Ermittlung der optimalen Frequenz helfen. So finden Sie im Handumdrehen Ihre persönliche Newsletter-Frequenz.


4. Fazit: So finden Sie Ihre optimale Newsletter-Frequenz

Sie wissen nun, welche möglichen Newsletter-Versandfrequenzen es gibt, was die einzelnen Vor-und Nachteile sind und in welchen Branchen sich welche am besten eignet.

Wir können festhalten: Eine pauschale Angabe für DIE perfekte Frequenz für den Newsletterversand gibt es nicht. Sie hängt von vielen Faktoren, wie z. B. der eigenen Branche, der Zielgruppe und den Newsletter-Inhalten ab. Wichtig ist deshalb, dass Sie sich Stück für Stück an Ihre individuelle Versandfrequenz herantasten. Das Motto lautet: Probieren geht über Studieren!

💡 rapidtipps:

Je besser Sie Ihre Zielgruppe kennen, desto genauer können Sie auch auf ihre Bedürfnisse eingehen – auch auf die gewünschte Versandhäufigkeit. Mit ein paar einfachen Hilfsmittel können Sie Ihre Newsletter-Kontakte segmentieren. So können Sie besser einschätzen, welche Inhalte welche Personen in Ihrer Zielgruppe interessieren und verhindern, dass Abonnent:innen sich bei einer hohen Newsletter-Frequenz wieder von Ihrem Newsletter abmelden. Durch eine Newsletter-Umfrage können Sie auch für jede einzelne Zielgruppe herausfinden, wie oft Ihre Kontakte den Newsletter erhalten möchten.

Mit rapidmail stehen Ihnen alle wichtigen Funktionen und Statistiken zur Verfügung, mit denen Sie herausfinden können, wie oft Sie Newsletter versenden sollten: Durch A/B-Tests können Sie sich an den Versandzeitpunkt und die -frequenz herantasten, die Ihnen die meisten Öffnungen und Klicks für ihre Newsletter bringen. Auch die anschließende Auswertung Ihres bereits versendeten Newsletters – z. B. ein Blick auf die gefolgten Abmeldungen – kann viel Aufschluss darüber geben, ob die genutzte Versandfrequenz gut gewählt wurde oder noch einmal überdacht werden muss. Finden Sie jetzt mithilfe des rapidmail Newsletter-Tools Ihre optimale Versandfrequenz: