CSV Excel CSV
Blog

E-Mail-Zustellung verbessern - Teil 3

In den ersten beiden Beiträgen zum Thema “Zustellbarkeit” haben wir bereits erklärt, warum der Absender und die Inhalte einer E-Mail Einfluss auf die Spameinstufung haben. Aber auch ein vertrauenswürdiger Absender und eine sorgfältig gestaltete E-Mail nutzen auf Dauer nichts, wenn die Qualität der Empfängerlisten nicht ausreicht. Warum das so ist, und was mit Qualität gemeint ist, erklären wir in diesem Blogbeitrag. 

Wie sich die Qualität Ihrer Empfängerlisten auf das Spamrating auswirkt

Was ist mit Qualität einer Empfängerliste überhaupt gemeint? Gute oder schlechte Qualität einer Liste drückt aus, wie sehr es sich für Sie auszahlt, diese Liste anzuschreiben. Eine qualitativ hochwertige Liste bedeutet in der Regel, dass deutlich mehr Empfänger auf eine E-Mail reagieren. Es wird also mehr Öffnungen geben, mehr Klicks, mehr Antworten und ggf. mehr Verkäufe durch diese E-Mail. Das heißt im Umkehrschluss für Sie: Die Kosten, die für den Versand des Mailings entstanden sind, haben Sie in kurzer Zeit durch die Gewinne ausgeglichen (Return on Investment).

Im Gegensatz dazu können qualitativ schlechte Empfängerlisten leicht zu Verlusten führen. Vor allem bei gekauften Empfängeradressen ist dieses Risiko sehr groß, da bereits die Liste Geld gekostet hat und der Versand umso teurer wird, je mehr Empfänger Sie anschreiben. Wenn dann nur ein sehr kleiner Teil der Empfänger auf die E-Mail reagiert, lohnt sich der investierte Aufwand nicht und zusätzlich leidet Ihre Zustellrate darunter. Hinweis: Gekaufte Empfängerdaten dürfen - zumindest in Deutschland - sowieso nicht angeschrieben werden.

Warum hat das Einfluss auf die Zustellrate?

Spamfilter haben den Zweck, den Empfänger vor unerwünschten E-Mails zu schützen. Um herauszufinden, ob eine E-Mail erwünscht ist oder nicht, werden die Aktionen ausgewertet, die ein Empfänger mit Ihrer E-Mail durchführt und anschließend positiv oder negativ kategorisiert. Positive Interaktionen weisen darauf hin, dass die E-Mail erwartet wurde und deshalb erwünscht ist. Negative Interaktionen bewirken das Gegenteil und zeigen an, dass der Empfänger an der Nachricht nicht interessiert ist. Kommt das öfter vor, sinkt die Zustellrate. Sie sollten Ihr Mailing also mit dem Ziel gestalten, positive Interaktionen zu erzielen und negative zu reduzieren.

Positive Interaktionen

  • Der Empfänger öffnet die E-Mail (auch Mehrfachöffnungen und Öffnungen auf verschiedenen Geräten werden gewertet)
  • Der Empfänger klickt auf einen Link in der E-Mail
  • Der Empfänger antwortet auf die E-Mail
  • Der Empfänger leitet die E-Mail weiter
  • Der Absender wird ins Adressbuch eingetragen
  • Die E-Mail wird in andere Ordner verschoben (zum Beispiel bei Gmail aus dem Ordner “Werbung” in den Posteingang)
  • Die E-Mail wird aus dem Spamordner in den Posteingang verschoben bzw. die Spammarkierung wird manuell entfernt

Negative Interaktionen

  • Die E-Mail wird nicht geöffnet
  • Die E-Mail wird ungeöffnet gelöscht
  • Die E-Mail ist unzustellbar (Bounce)
  • Der Empfänger markiert die E-Mail manuell als Spam

Wie lassen sich negative Interaktionen vermeiden und positive erzeugen?

Zuerst einmal sollte gesagt sein, dass negative Interaktionen nicht vermeidbar sind. Viele Versender geraten leicht in Panik, wenn sich Empfänger von einem Newsletter abmelden oder diesen sogar als Spam markieren. Das gehört nunmal dazu und wird es immer geben, lässt sich aber mit ein paar Tricks auf ein Minimum reduzieren. Verringert man die negativen Interaktionen, nehmen im Umkehrschluss die positiven Reaktionen auf einen Newsletter zu.

Keine Empfängerlisten kaufen!

Zumindest in Deutschland ist es nicht erlaubt, gekaufte Listen anzuschreiben. Abgesehen davon hat dies aber weitere Nachteile: In gekauften Listen befinden sich oft E-Mail-Adressen, die seit Jahren inaktiv sind und deshalb von Serviceprovidern als Spamfallen genutzt werden. Wenn Sie eine solche Adresse anschreiben, weiß der Spamfilter mit Sicherheit, dass die Nachricht unerwünscht ist. Als Konsequenz wird die E-Mail als Spam markiert und Ihre Zustellrate sinkt. Auch die Bouncerate ist bei gekauften Listen um ein Vielfaches höher. Setzen Sie auf Klasse statt Masse!

Double-Opt-in für Formulare nutzen

Das Double-Opt-in-Verfahren ist gesetzlich vorgeschrieben. Dabei muss ein Empfänger ausdrücklich zustimmen, dass er Ihre kommerziellen Nachrichten - wozu auch Newsletter zählen - erhalten möchte. Der Vorteil davon: Ihre Liste enthält dadurch nur Empfänger, die wirklich Interesse an Ihren Nachrichten haben und Spambot-Anmeldungen werden direkt ausgefiltert, da die Bots die Anmeldung nicht bestätigen. Die Interaktionsrate wird deshalb bei weitem höher sein, wodurch sich auch die Zustellung verbessert.

Abmeldelink bereitstellen

Ein gut sichtbarer Abmeldelink verhindert, dass ein Empfänger Ihre E-Mail manuell als Spam markiert, falls er keine weiteren Nachrichten von Ihnen erhalten möchte.

Spam-Markierung vermeiden

Eine manuelle Spammarkierung ist die Interaktion mit dem größten negativen Ausmaß auf die Zustellbarkeit. Sie sollten in Ihrer Mailingstatistik den Wert bei “Unerwünschte” also unbedingt im Auge behalten. Wenn der Wert 0,2 % übersteigt, besteht Handlungsbedarf. Vor allem Gmail ist bei diesem Kriterium sehr streng. Dort kann die Zustellung bereits ab einem noch geringeren Wert eingeschränkt sein. Das Double-Opt-in-Verfahren, ein Abmeldelink im Mailing und relevante Inhalte, die die Leser interessieren, sind der Schlüssel, um Spammarkierungen so gut wie möglich zu vermeiden.

Interessante Inhalte bieten

Versorgen Sie Ihre Leser mit den Inhalten, die sie interessieren. Regelmäßige spannende Informationen sorgen für die nötigen positiven Interaktionen und eine starke Kundenbindung. Sehen Sie sich dafür die Statistiken Ihrer letzten Mailings an. Anhand der unterschiedlichen Öffnungs- und Klickrate können Sie erkennen, welche Inhalte Ihre Leser interessieren.

Keine “noreply”-Adresse nutzen

Bei Mailings, die von noreply-Adressen versendet werden, also von Adressen, auf die man nicht Antworten kann, ist die Zustellbarkeit geringer. Nutzen Sie eine Absenderadresse, auf die Ihre Leser antworten können. Sie erhalten dadurch direkt Feedback zu Ihrem Mailing, zum Beispiel ob ein Link nicht funktioniert oder ob der Empfänger das Mailing toll findet. Antworten gehören zu den positiven Interaktionen, sie tragen damit also zur Verbesserung der Zustellrate bei.

Nur aktive E-Mail-Adressen anschreiben

Als “aktiv” bezeichnen wir die Adressen, von denen die Double-Opt-in-Bestätigung vorliegt und bei denen Mailings weder gebounct noch als Spam markiert wurden. rapidmail übernimmt die Sortierung automatisch für Sie. In Ihrer Empfängerliste sehen Sie oben die entsprechenden Filter. Beim Versand werden nur E-Mail-Adressen angeschrieben, die im Filter “aktiv” zu finden sind.

Wussten Sie … ?

Spamfilter lernen durch die Verhaltensweisen des Empfängers, welche E-Mails erwünscht oder unerwünscht sind. Deshalb kann es passieren, dass Ihre E-Mail bei einigen Empfängern als Spam markiert werden, obwohl sie eigentlich alles richtig gemacht haben. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Empfänger bereits einige Nachrichten von anderen Absendern als Spam markiert hat und Ihr Mailing diesen E-Mails sehr ähnlich ist. Falls Sie von einem Ihrer Empfänger darauf hingewiesen wurden, dass Ihre E-Mail im Spamordner gelandet ist, bitten Sie Ihn darum, Ihre Absenderadresse in seine Kontaktliste zu übernehmen.

Zu Teil 1: Welche Auswirkungen der Absender auf die Zustellbarkeit einer E-Mail hat

Zu Teil 2: Nach welchen Kriterien der Spamfilter Inhalte Ihrer E-Mails prüft

image

keine Stichwörter
Veröffentlicht am: 28.03.2019

Alle Blogeinträge
%

Jetzt bis zum 30.06.2019 anmelden
und einmaligen Gratisversand an bis zu 2.000 Empfänger sichern.

Kostenlos anmelden